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Logbuch der SY Shalimardue



Oktober 2018
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Zirje (Stupica) bis Vis (Stoncica)

In der Bojenbucht Stupica sind wir heute die ersten, die losfahren. Auf allen anderen Booten und es sind sehr viele, herrscht noch absolute Ruhe. Wir begegnen kurz darauf den Fischern, die mit ihrem Fang schon wieder heimtuckern. Die unzähligen Möwen freuen sich über die Beifänge, die über Bord geworfen werden.

Michi versucht sich bei der  ca. neunstündigen Überfahrt zur Insel Vis auch als Fischer. Auf dieser Strecke hat er schon öfter zugeschlagen. Die Großfische haben heute aber unheimliches Glück – Michi daher leider nicht. Dafür haben wir wieder blinde Passagiere mit. 3 große Nachtfalter verstecken sich unter unseren Planen, nur einer traut sich direkt auf den Gashebel – dem geht es wahrscheinlich zu langsam. Die letzten Stunden können wir wieder mit Segelunterstützung motoren.

In der Stoncica Bucht herrscht ein reges Kommen und Gehen. Viele nehmen sich die Bojen, gehen baden, essen im Lokal und dann hauen sie wieder ab. Wir haben wieder Glück und finden eine freie Boje bei unserer Ankunft. Jeder hat so seinen Vogel – unser Beiboot hat mitunter zwei. Ich habe sie immer wieder verscheucht. Die Mistviecher entleeren sich meistens, bevor sie einen neuen Flug angehen. Michi sagt „Wellensittiche“ zu denen, weil sie normalerweise immer in den Wellen sitzen. Diese sind Beibootsittiche – eine neue Art.

Mit dem zum Glück nicht gänzlich von den Möwen vollgeschissenen Beiboot fahren wir zu unseren Freunden Pave und Tripo, den bekannten Wirtsleuten in der Stoncica. Michi überreicht Tripo ein Bild, das er bei seinem letzten Malseminar extra für ihn gepinselt hat. Wie man sieht, freuen sich Tripo und auch Pave riesig darüber. Wir wollen morgen weiter, hoffen aber (Plan A), dass wir heuer nochmals hier einkehren. Das Lamm und die Leber des Tieres waren übrigens – auch ohne Foto – hervorragend wie immer.