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Logbuch der SY Shalimardue

März 2019
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Privat

Zu viert nach Taormina und Castelmola

Ich beginne die Vorbereitung für den ersten Limoncello. Die geschälten Zitronen haben wir bisher immer verschenkt. Michi hat ein Rezept ausfindig gemacht, bei dem der Zitronensaft mit Ingwer und Honig zu einem gesunden Verdünnungssaft verwendet werden kann. Michi muss noch Ingwer kaufen und ich beginne mit unseren Nachbarn Martina und Horst (kennengelernt in Gallipoli) und Angela und Klaus (A+K Weltenbummler) einen Ratscher und gebe einen kleinen Schluck vom besten aller Quittenliköre aus. Dabei beschließen wir, dass wir am Samstag zu viert nach Taormina und Castelmola mit dem Bus fahren wollen.

Was wir zuerst nicht bedacht haben, heute ist ja auch in Italien ein Feiertag und die Busse fahren viel seltener und anders als an einem normalen Arbeitstag. Daher ist der Aufenthalt in Taormina länger als eine Stunde und so besichtigen wir den ersten Teil bis zur „Piazza IX. Aprile“. Nach einem Espresso fahren wir mit dem Bus die steile kurvige Straße hinauf in das Dorf Castelmola.

In der Bar Turrisi genießen wir nicht nur eine herrliche Aussicht, den köstlichen Mandellikör, nein, auch den unverdeckten Anblick des Symbols der Fruchtbarkeit. Bereits seit 3 Generationen wird hier gesammelt. Überall, auf Tischen, Wänden, Türklinken, Armlehnen der Stühle, Wasserhähne und Spiegel im Bad – alles hat ein und dasselbe Thema. Verschiedenste Formen, aber vor allem die Dimensionen der Sammelobjekte sind sehr beeindruckend. Eine geni(t)ale Einrichtung sozusagen.

Nach drei Stunden (eben weil ein Feiertag auch für Busfahrer ist) können wir wieder zurück nach Taormina. Michi wittert Regen und die restlichen drei der Gruppe glauben nicht so recht daran. Wir spazieren bis zum Westtor, vorher geht es noch zum Palazzo Duchi di Santo Stefano, welcher zwischen den späten 1300er und den frühen 1400er Jahren erbaut wurde. Neben wichtigen kulturellen Veranstaltungen finden hier auch besondere Hochzeiten statt. Martina und Horst sind frisch verheiratet und lassen sich sicherheitshalber vom überforderten Standesbeamten Michael nochmals trauen. Mit den Worten „Liebe Anwesende“ und „die Trauzeugin und Fotografin möge schweigen und Luftsprünge machen“ war die kurze, aber herzliche Zeremonie des Meisters der Ehe nach dem Ringtausch auch schon wieder zu Ende.

Es erwischt uns der vorher gewitterte Regen. Wir versuchen bei einem Glas Bier die Zeit, bis die Hochzeitsdroschke losfährt, zu überbrücken. Da die aber heute so selten fährt, müssen wir bei Regen los, um spät, aber doch wieder nach Giardini Naxos zu kommen. Die Hochzeitsdroschke ist total überfüllt, aber wir haben Glück und finden noch ein Platzerl am Gang. Viele müssen stehen. Wieder geht ein wunderschöner Tag zu Ende. Am übervollen Campingplatz haben sich – wie immer am Wochenende – viele Italiener eingefunden und genießen ihrerseits mit Freunden beim Grillen den Abend bis spät in die Nacht.