Gehe zu: Hauptmenü | Abschnittsmenü | Beitrag

Logbuch der SY Shalimardue

Mai 2019
M D M D F S S
« Apr    
 12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
2728293031  

Archiv

Privat

Zwischenstopp in Brucoli

Gestern haben wir unsere Rückfahrt nach Hause gestartet. Von Agrigento nach Brucoli – auf der Straße der Schriftsteller. Perfekt für Michi. Für mich ist die Aussicht meist in gelb-grün, in meinen Lieblingsfarben. Leider sind auf der Autobahn viele, viele Baustellen und zeitweise muss man auch die Landstraße benutzen. Die Gemeindearbeiter haben hier wohl andere Tätigkeiten als Sträucher, die in die Straße reichen, zurückzustutzen.

Wieder einmal führt uns das hinterlistige Navi nicht auf der Hauptstraße zu unserem heutigen Ziel sondern wählt lustigerweise spannende Abkürzungen über enge Landstraßen, die zum Glück aber fast nicht frequentiert sind. Die Einheimischen nutzen schlauerweise andere Wege.

Die Auffahrt zum Plateau, wo wir das Womo abstellen wollen, ist einzigartig. Uneben bis zum Gehtnichtmehr. Aber die Aussicht ist einfach traumhaft. Auch dürfte montags ein guter Tag sein – für diesen Platz. Am Wochenende gibt es hier wahrscheinlich keine freie Stelle. Im Ort sind viele gute Lokale – die meisten haben aber erst abends geöffnet. Wir landen im „I Rizzari“. Ein originelles Lokal mit Traumaussicht auf das Meer, freundlichem Service und hervorragender Küche – preislich allerdings „etwas“ über unserem normalen Niveau. Da es keinen Hauswein – wie gewohnt gibt – verzichten wir auf die Flasche Wein, die mehr als ein Menü kostet.

Die Sonne scheint, es ist warm und ich genieße den Platz mit Sicht auf das Castello von Brucoli. Ich bleibe fast bis zum Sonnenuntergang und schaue den Fischern zu. Auch genieße ich die Sicht auf den Ätna, der sich leider heute verschämt im Dunst versteckt.

Am frühen Morgen ist die Sicht auf den Ätna wunderschön. Um nicht in den Morgenverkehrsstau um Catania zu kommen, unternehmen wir noch einen Spaziergang im Ort.

Bei unserem Stellplatz führt ein Kanal vorbei, der in einem Hafen mündet. An den Wänden entlang des Kanals sind zahlreiche Höhlen zu sehen. Laut unserem schlauen Internet sind das typische Behausungen aus der Jungsteinzeit. Der Zugang zu den meisten Fischerbooten führt über steile, schmale Stufen. Eine kleine Marina gibt es auch. Schon um 04 Uhr früh sind die ersten Fischer an uns vorbei gefahren. Wir sind munter geworden. In der Zwischenzeit sind die meisten schon wieder zurückgekommen.

Michi braucht frisches Obst und Gemüse für die Tajine, die er heute in Giardini Naxos zubereitet.