Gehe zu: Hauptmenü | Abschnittsmenü | Beitrag

Logbuch der SY Shalimardue

Januar 2021
M D M D F S S
 123
45678910
11121314151617
18192021222324
25262728293031

Archiv

Privat

Zwischenstopp in Vis

Ursprünglich wollten unsere italienischen Bekannten mit uns in die Bucht Stoncica auf Vis. Da sie in Komiza ausklarieren müssen und für die Überfahrt nach Giulianova ca. 18 Stunden brauchen, nehmen sie den direkten Kurs nach Komiza.

Bei spiegelglattem Wasser sehen wir sie noch eine Weile in unserer Wasserspur.

Wir gehen gleich an eine der Bojen in der Stoncica Bucht, verschwinden dort aber wieder schnell, als ein Mitarbeiter der Marina in Vis Stadt bei uns 100 Kuna für den Tagesaufenthalt bzw. 200 Kuna für die Übernachtung kassieren will.

So motoren wir in die mittlere Ankerbucht, können dort leider nicht an der von uns bevorzugten Stelle ankern, da ein Segelboot im Schwojradius die ganze Bucht versperrt. Da er nach zwei Stunden ablegt, beschließen wir, neu zu ankern.

Michi hat zwar bei der Ankerkontrolle schon bemerkt, dass sich der Anker bei einer Felsspalte festgekrallt hat. Es nützt aber auch kein „Drüberfahren“, um ihn zu befreien und so muss sich der Skipper einiges einfallen lassen, um nicht einen Taucher für 12 Meter Tiefe zu organisieren. Schlussendlich gelingt es ihm nach einigen Fehlversuchen und wir ankern mutterseelenallein in dieser schönen Bucht.

Ganz alleine vermutlich nicht, denn hier gibt es Lebewesen, die dieses Kunstwerk eines Spinnennetzes mit ca. 2 Meter Durchmesser vollbringen können.

Als Abendessen schwebt uns heute ein zartes Lämmchen am Grill vor und wir werden nicht enttäuscht.

Diese Portion ist nur für uns zwei Hungrige, wobei „eine“ davon auf Dauerdiät ist. Pave, als bester Grillmeister der kroatischen Küste ausgezeichnet, verwöhnt uns mit dieser Riesenportion. Danach hat nur mehr ein ganz kleiner Travarica Platz.


Die „Säufersonne“ steht schon recht hoch, als wir uns auf den Heimweg in unsere Ankerbucht machen.

Am nächsten Morgen verlassen wir bereits um 06 Uhr die ruhige Bucht, denn die Zikaden schlafen wohl noch. Am Anfang unseres Urlaubes hat uns das Fehlen dieses Geräusches verwundert und bei Rato haben wir erfahren, dass es noch zu früh im Jahr sei und das Zirpen erst Mitte Juni beginnt.

Der frühe Vogel fängt nicht den Wurm, sondern in diesem Fall die Sonne.